Sonntag, 19. Februar 2017

IfS dicht machen! - Demobericht

Unser Bündnis nahm gestern an "ifs dicht machen! - neue rechte alt aussehen lassen" teil, hier eine kurze Zusammenfassung.
Linke AktivistInnen waren ab 13 Uhr in Schnellroda an 3 Infopunkten vertreten um mit TeilnehmerInnen und AnwohnerInnen ins Gespräch zu kommen und auf die Ziele der Veranstaltung hinzuweisen. Diese Infopunkte wurden natürlich auch gern von VertreterInnen der Inkontinenten Bewegung (IB), unbedeutenden Verlegern samt Anhang, RassistInnen, ReichsbürgerInnen sowie ganz ordinären Nazis aus nah und fern heimgesucht.
Nach Redebeiträgen unseres Bündnisses und einer evangelischen Kirchenvertreterin aus dem Saalekreis zog der Demonstrationszug
gegen 16 Uhr 30 los.
Der Demonstrationszug wurde von etwas Musik begleitet die durch energisch vorgetragene Sprechchöre allerdings eher selten zu hören war. Dies steigerte sich noch, als man sich dem Rittergut näherte, auf dem sich seltsame Gestalten tummelten. Viele der dort anwesenden trugen ein betont aufgesetztes Grinsen zur Schau, nur einer der dort Anwesenden hatte einen nachdenklichen, man könnte vermuten einen besorgten Gesichtsausdruck. Dem Mann - kurze braune (!) Haare, ergrauter Bart - wird nachgesagt ein Intellektueller (das sind die, die weiter denken als von der Wand bis zur Tapete) zu sein, was aber im Grunde nur ein Gerücht, wenn nicht gar üble Nachrede sein dürfte, da er sich auf dem Rittergut und nicht im Demozug befand.
Genug der Nichtigkeiten, die Demonstration zog unbeirrt weiter. An der Dorfkneipe, die von einigen uns "zujubelnden" TrinkerInnen umlagert wurde, welche uns die Polizei glücklicherweise vom Hals hielt, gab es Redebeiträge von Kaltland Reisen aus Leipzig und Aufstehen gegen Rassismus.
Nachdem wir uns dort lange genug aufgehalten hatten um einigen #ibster als Fotomotiv zu dienen zogen wir weiter.
Auf der Rückseite des Rittergutes die letzte Zwischenkundgebung mit einem Beitrag von SDS Halle. Von noHalgida wurde weniger die körperliche, sondern viel mehr die kognitive, verbale Inkontinenz einer österreichischen Heulboje angesprochen. Man munkelt, dieser Mensch ist nur bei der IB, weil er denkt NS stehe dort für Natursekt und nicht für Nationalsozialismus.
Während des Beitrages machte es hinter uns auf dem Acker kurz "plopp", eine nationalistische Fehlzündung bei dem Versuch so etwas wie eine Störung mittels Böller zu fabrizieren. Wie gesagt - Fehlzündung.
Am Endpunkt angekommen, gab es einen kurzen Beitrag des Veranstalters. Danach sprach Jule Nagel und ein österreichischer Aktivist des vonnichtsgewusst Kollektiv, der die angebliche Gewaltlosigkeit der IB widerlegte.
Nun zu den Zahlen: Die Polizei Saalekreis schreibt in Ihrer Mitteilung von ca 110 TeilnehmerInnen, eigene Zählungen 120 TeilnehmerInnen, der MDR spricht sogar von 150. Die besorgten Bürger sahen laut ihren Berichten in sozialen Medien nur etwa 50 TeilnehmerInnen und da diese Leute immer die einzig wirklich wahre Wahrheit (!!1!111!!!) kennen, war das eben auch so. ;)

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